15. März 2018: „Ich komm auf Deutschland zu“ – Lesung mit Firas Alshater

Der seit 2013 in Deutschland lebende syrische Autor und Comedian Firas Alshater wuchs in Damaskus auf, studierte dort Schauspiel und arbeitete als Journalist für ausländische Nachrichtenagenturen. Nach mehrfachen Verhaftungen verließ er seine Heimat und ging nach Deutschland.

„Syrien ist meine Heimat und wird es immer bleiben. Deutschland ist meine neue Heimat, meine zweite, und da ich hier lebe, auch meine wichtigere. Das Land meiner Heimat wurde mir genommen, die neue Welt in Deutschland wurde mir geschenkt.“

Mit unerschütterlichem Optimismus glaubt er an die Integration und versucht, den größten Kokon der Welt, den Westen, als Flüchtling zu verstehen.

In seinem Buch „Ich komm auf Deutschland zu“ schildert er witzig und unterhaltsam, offen und immer direkt und liebenswert frech seine Bemühungen, die deutsche Sprache, das Pfandsystem und den Nimbus des Deutschen zu verstehen.

Seine Anregungen zur Integration resultieren aus seinen Begegnungen mit den Ämtern und gipfeln in seiner Feststellung, … „sie (die Deutschen) könnten einfach mal anfangen, weniger über Flüchtlinge zu diskutieren und mehr mit ihnen. Das wäre schon ein großer Schritt“ … und fügt augenzwinkernd hinzu, dass Integration gelingen kann. Es lohnt sich, ihm zuzuhören und seinem Credo zu folgen:

„Ich bin syrischer Flüchtling. Ich vertraue dir – vertraust du mir?“

Die Botschaft in seinem Roman lautet denn auch, dass „wir das zusammen schaffen werden“. Sein Video „Wer sind diese Deutschen?“ erreichte in wenigen Tagen im Internet mehr als eine Millionen Menschen und weist auf das aufklärerische Wirken des Autors über das Anderssein und über die Empfindungen von Flüchtlingen hin. Das Erstlingswerk vertieft das Verständnis für diese Zusammenhänge.

Der Autor studiert seit 2016 an der Filmakademie in Potsdam und lebt und arbeitet in Berlin.

Die Moderatoren des Abends sind Dolores Smith, Leiterin des Programmbereichs Akademie Regio an der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid, und Wolfgang Luge, Mit-Koordinator der Interkulturellen Lesereihe.

Musikalische Begleitung: Naser Al Khatib

Donnerstag, 15. März 2018, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)

Zentralbibliothek Remscheid, Scharffstraße 4 – 6

Eintritt frei

Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungen zur Internationalen Woche gegen Rassismus statt.