19. Oktober 2017: Lesungs- und Gesprächsabend mit Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa: " Gott ist nicht schüchtern"

Die 1984 in Baku (Aserbaidschan) geborene Autorin Olga Grjasnowa debütierte 2012 mit dem Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" und veröffentlichte 2014 ihren zweiten Roman "Die juristische Unschärfe einer Ehe". 2017 erschien ihr Werk "Gott ist nicht schüchtern". Olga Grjasnowa's Geschichten erinnern daran, dass es nicht nur eine Welt vor unserer Haustüre gibt, sondern dass viele Welten existieren und es sich lohnt, diese kennen zu lernen. Sie vermittelt eindrucksvolle Innenansichten vom Leben in einer Einwanderungsgesellschaft und von einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat. Ihre Protagonisten sind multiethnisch, kosmopolitisch und politisch engagiert. Mit einer Mischung aus meisterhaftem Einfühlungsvermögen, Wahhaftigkeit und Balance zwischen Physis, Psyche, Ordnung und Chaos stellt die Autorin Patchwork-Biografien und zeitgeschichtlich zutreffende Konfliktsituationen in Nahost beklemmend realistisch dar, wobei sie Dialoge sprachlich teilweise stark reduziert und somit zur Verdichtung der Schilderung beiträgt.
19. Oktober 2017, 19 Uhr, Zentralbibliothek der Stadt Remscheid, Scharffstraße 4-6. Einlass 18.30 Uhr, Eintritt frei
Musikalische Begleitung: Azad Schahwysi (Santur)
Moderation: Dolores Smith und Wolfgang Luge
Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkuturellen Lese- und Musikreihe.
Hinter der Interkulturellen Lese- und Musikreihe stehen mehrere Kooperationspartner, die gemeinsam diese Veranstaltung organisieren und durchführen: Das Kommunale Integrationszentrum Remscheid, der Caritasverband Remscheid, Die Lütteraten, der IKE – Förderverein für Interkulturelle Erziehung e. V., Die Schlawiner gGmbH und die Deutsch-Indische Gesellschaft. Konzept einer Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Lese- und Musikreihe ist, dass ein deutschsprachiger Autor aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte aus seinen Werken liest. Diese Autoren stehen für das Leben zwischen und mit zwei Kulturen, nämlich der Kultur des Herkunftslandes und der deutschen Kultur. Begleitet werden diese Autoren von Musikern, die ebenfalls in Deutschland leben und einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Im Anschluss an die Darbietungen findet eine offene Frage- und Diskussionsrunde statt. Es wird bewusst kein Eintrittsgeld erhoben, da die Veranstaltung einem möglichst breiten Publikum zugänglich sein soll.